Moncrabeau

Region: Midi-Pyrenäen
Departement: Gers
Gemeinde: Moncrabeau
Potsleitzahl: 32 100
Einwohner: 62 000

Francescas-Moncrabeau: 10 km

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Moncrabeau, 1286 erstmals erwähnt, spielte eine bedeudente Rolle in der Geschichte dieser Region. Seine enormen Festigungsanlagen waren dass Ziel vieler Angriffe und tatsächlich wurden diese sowie das Stadtschloss 1622 vollkommen zerstört.
Was blieb ist einer der schönsten Ausblicke über das Tal der Baïse und ein romantisches Dorf mit 7 mittelalterlichen Waschplätzen.

Die Ortschaft Moncrabeau

Moncrabeau im Herzen der Gascogne ist tiefes Frankreich. Vor dem Rathaus flattert die Trikolore. In Gehöften rundum stopfen alte Frauen die Gänse noch per Hand. Und brennen Bauern den weltberühmten Weinbrand Armagnac. In der Vorschule und der Grundschule werden die Kinder rar. In der Kirche wird nur alle paar Wochen eine Messe zelebriert. Das Hotel macht im Winter zu. Und in frisch geharkten Gärten duften Rosen.

Die Ortschaft Moncrabeau von oben

Was das 800-Einwohner-Dorf anders macht als alle anderen, ist sein spielerischer Umgang mit der Wahrheit. Moncrabeau - zu Deutsch: Berg der Ziegen - feiert öffentlich, was sonst streng geheim ist. Jedes Jahr am ersten Sonntag im August richtet es einen "Lügnerwettbewerb" aus. Teilnehmer müssen sich auf einen angeblich jahrhundertealten steinernen "Lügnerthron" setzen und eine Geschichte erzählen. Müssen den "Stein der Wahrheit" küssen. Und schwören, "jederzeit und allerorts" die Wahrheit zu verdrehen. Ihre Zuhörer sind eine Ziege mit rot-weißen Schleifen an den Hörnern. Die rot-weiß gekleideten Mitglieder der Lügnerakademie - vierzig an der Zahl, wie in der "Académie Française", die seit 1634 über Wohl und Wehe der französischen Sprache entscheidet. Sowie mehrere hundert Anwohner und Sommergäste, die Eintritt zahlen und jedes Jahr zahlreicher werden. Stimmberechtigt sind allein die vierzig "académiciens". Nach jeder neuen Lügengeschichte schaufeln sie zwischen zwei und zehn Löffel grobkörniges Salz in einen Sack. Der Lügner, der am Ende den schwersten Salzsack hat, ist König.

Die Ortschaft Moncrabeau von oben


Zu besichtigen ist besonders das Château Pomarède, ein seltenes Schloss aus dem 17. Jahrhundert, welches gleichzeitig als Sommersitz sowie zur landwirtschaftlichen Nutzung diente. Daher findet man viele Stallungen für das Vieh und Unterküfte für die Bauern.

Das Schloss Pomarède


Château Lescout
Das alte schloss wurde 1569 von Montgommery zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte etwa 1680 durch Jean de Mathisson, Seigneur de Lescout und Privatsekretär von König Henri III von Navarre.

Das Schloss Lescout

 

 

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